Bayerischer Energiepreis 2018

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Gebäude als Energiesystem / Gebäudekonzept

Kategorie 2

Energieerzeugung – Strom, Wärme

Kategorie 3:

Energieverteilung und -speicherung – Strom, Wärme

Kategorie 4

Energieeffizienz in industriellen Prozessen und Produktion

Kategorie 5

Produkte und Anwendungen

Kategorie 6

Kommunale Energiekonzepte

Kategorie 7

Initiativen / Bildungsprojekte

Kategorie 8

Energieforschung

Bayern Innovativ

Die Energiepreisträger 2018

Bayerns neuer Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger verleiht am 15. November im Germanischen Nationalmuseum den Bayerischen Energiepreis 2018

Wir gratulieren dem Hauptpreisträger, der ÜZ Mainfranken und acht Kategorie-Preisträgern für herausragende kreative Leistungen für effiziente Energiegewinnung und Nutzung!

Hinweis: Um Videos der einzelnen Preisträger zu sehen und für detaillierte Informationen, klicken Sie bitte auf die Namen der einzelnen Preisträger.

Die Energiepreisträger 2018, die Gewinner und Partner des "Energie Start-up Bayern 2018" mit Minister Hubert Aiwanger, MDirig. Rudolf Escheu und Dr. Rainer Seßner, Geschäftsfürher der Bayern Innovativ GmbH; Quelle: Bayern Innovativ, Foto: S. Wawarta

Hauptpreisträger

  • ÜZ Mainfranken, Lülsfeld >> hier klicken <<

    ÜZ - Erneuerbarer Energie einen Wert geben!

    Gratulation an den Hauptpreisträger ÜZ Mainfranken! v.l.n.r.: Ministerialdirigent Rudolf Escheu, StMWi; Geschäftsführender Vorstand Gerd Bock und Vorstandsvorsitzender Elmar Henke von der ÜZ Mainfranken; Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Quelle: Bayern Innovativ, Foto: S. Wawarta

    Die elementarste Herausforderung bei der Umstellung unserer fossilen Energieversorgung hin zu einer dezentralen, emissionsfreien Energieversorgung ist es, die regenerative Strombereitstellung und den Energieverbrauch zu synchronisieren. Dabei wird es immer wichtiger, regenerative Energie für die Sektoren Wärme, Mobilität bereitzustellen und mit Speichertechnologien zu kombinieren, um die Energiewende nachhaltig weiterzuentwickeln. 

    Die ÜZ Mainfranken ist eine regionale Energiegenossenschaft, die sich seit vielen Jahren tagtäglich mit dem Zubau von regenerativ erzeugtem Strom auseinandersetzt. Die Herausforderung, die Stromwende als Chance zu begreifen und eine treibhausgasfreie Energiewende zu forcieren, wurde in den vergangenen Jahren konsequent verfolgt nach dem Motto: „Erneuerbarer Energie einen Wert geben.“Daher sieht die ÜZ ihre Rolle als regionaler Akteur so, dass erneuerbarer, emissionsfreier Strom einer dauerhaften Nutzung zuzuführen ist und damit ihren Wert behält. Gemeinsam mit Kommunen entwickelt sie die wärmetechnische Erschließung von Neubaugebieten; die Nutzung der oberflächennahen Geothermie mit Erdsonden für jedes Baugrundstück, den Einsatz von Wärmepumpen mit kombiniertem Speicher. Ein darauf angepasstes Verteil- und Tarifsystem vervollständigt das Konzept. Diese Initiative erfüllt den genossenschaftlichen Auftrag, durch gemeinschaftliche Unternehmung eine optimierte, effiziente, energetische Lösung zu etablieren. „Mit dem Rundumsorglospaket der ÜZ aus Information, Antragstellung, Probebohrung, gemeinsamer Realisierung der Heizsysteme mit anschließendem mehrjährigen Monitoring erhalten Bauherren eine zukunftsfähige Wärmeversorgung für Jahrzehnte“, fasst Gerd Bock, Geschäftsführender Vorstand der ÜZ, den Nutzen des Projekts für Kunden zusammen. Ergänzende Effekte erfährt das System in der Nutzung überschüssiger Sonnenenergie, besonderen Tarifen sowie durch die Zuschaltung von Speicherkapazitäten im Stromverteilnetz.

    • Datei: RundumSorglos-Paket-neu.pdf
    Grafische Darstellung des Rundum-Sorglos-Paketes Kaltwärme-Versorgung der ÜZ Mainfranken. Quelle: ÜZ Mainfranken
    • Datei: 3-D Grafiken - NEU.pdf
    3-D Modell Kaltwärme-Versorgung. Quelle: ÜZ Mainfranken
    Datei: Kaltwärme Strüdlein.jpg
    Pilotprojekt Kaltwärme-Versorgung der ÜZ Mainfranken im Baugebiet „Strüdlein“ in Schwebheim. Quelle/Fotograf: Martin Kreuzinger

    Über die ÜZ:

    Aktuell sind 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geschäftsfeldern Strom- und Glasfasernetze, Vertrieb, Wärmeprojekte und Energiedienstleistungen für ein Gebiet von knapp 1.000 km² mit etwa 127.000 Einwohnern zwischen Main und Steigerwald tätig. 6.350 erneuerbare Anlagen speisen in das über 4.000 km lange Verteilnetz ein.

    Presseinformation der ÜZ Mainfranken

Energieeffizienz in industriellen Prozessen und Produktion

  • Ponnath DIE MEISTERMETZGER GmbH, Kemnath >> hier klicken <<

    Hocheffizienter KWKK-Systemverbund mit Kälte-und Dampferzeugung

    Kategoriepreisträger Energieeffizienz: Ponnath DIE MEISTERMTZGER GMBH, Kemnath: Michael Ascherl und Herr Horst Hübner nehmen den Preis von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (ganz links) entgegen;
    ganz rechts: MDirig. und Rudolf Escheu, StMWi
    Bild: Bayern Innovativ, Foto: S. Warwarta

    Ausgezeichnet wird der innovative Energieverbund am Stammsitz der Firma Ponnath in Kemnath i.d. Oberpfalz. Das Projekt demonstriert in mustergültiger Weise wie über die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung in der Lebensmittelproduktion eine hocheffiziente Versorgung mit Strom, Wärme, Dampf und Gefrierkälte erfolgen kann.

    Herzstück der Anlage ist ein Erdgas-Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von knapp 1300 Kilowatt. Die Besonderheit des Energieverbunds besteht darin, dass aus diesem Blockheizkraftwerk sehr flexibel Wärme auf verschiedenen Temperaturniveaus ausgekoppelt werden kann: zum einen als Dampf für die Produktion sowie als Heizwärme, zum anderen umgewandelt in Kälte bis zu -10 °C. Dies wird über eine speziell entwickelte Absorptionskälteanlage mit einem Ammoniak-Wasser-Gemisch als Arbeitsmedium erreicht, die mit der Abwärme aus dem Blockheizkraftwerk angetrieben wird und Temperaturen bis unter den Gefrierpunkt bereitstellen kann. Darüber hinaus ermöglicht das Blockheizkraftwerk einen Notstrombetrieb, sodass bei einem Stromausfall die Versorgung des Werks innerhalb weniger Minuten wieder aufgebaut und die Kühlkette für die Lebensmittel aufrechterhalten werden kann.
    Die Anlage weist mit Gesamtnutzungsgraden von bis zu 95% eine sehr hohe Effizienz auf. Im Vergleich zum Stand der Technik wird dadurch eine Primärenergieeinsparung von rund 30% erzielt, dies entspricht einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes um rund 1800 Tonnen pro Jahr.
    „Mit dem Energieverbund machen wir die Energieversorgung unseres Stammwerks fit für die Zukunft und nehmen unsere Verantwortung für den ressourcenschonenden Umgang mit Energie wahr“, so Geschäftsführer Michael Ponnath.

    Ponnath DIE MEISTERMETZGER – Tradition seit 1692
    Das Unternehmen Ponnath DIE MEISTERMETZGER ist einer der modernsten und bedeutendsten deutschen Hersteller von Wurst-, Schinken- und Aspik-Spezialitäten und produziert an sechs spezialisierten Standorten in Deutschland und Böhmen.
    Das Familienunternehmen wird mittlerweile in der zwölften Generation noch immer von der Gründerfamilie selbst geführt und ist damit das älteste familiengeführte Unternehmen im Metzgerhandwerk in Deutschland. Der Firmenstammsitz im oberpfälzischen Kemnath ist auf die Herstellung von Brühwurst und Würstchen spezialisiert.

    Ansprechpartner:
    Herr Norbert Weismeier         
    Email: weismeier.norbert(at)ponnath.de  
    Tel: 09642/30122             
    Ponnath DIE MEISTERMETZGER GmbH            
    Bayreuther Straße 40                         
    95478 Kemnath

    Bilder:

    Alle Bildrechte: IfE GmbH, Fotograf: Thorsten Meierhofer (IfE), Die Aufnahmen dürfen veröffentlicht werden.


    - In „Erdgas-BHKW_1“ ist das Erdgas-BHKW als Herzstück der Anlage dargestellt (Motorhersteller: MTU Onsite Energy)

    - In „Absorptionskälteanlage congelo“ ist die Absorptionskälteanlage von Typ congelo (Hersteller AGO AG, Kulmbach) als eine der Hauptkomponenten des Energieverbundes zur Tieftemperaturkälteerzeugung dargestellt

    In „Absorptionskälteanlage congelo“ ist die Absorptionskälteanlage von Typ congelo (Hersteller AGO AG, Kulmbach) als eine der Hauptkomponenten des Energieverbundes zur Tieftemperaturkälteerzeugung dargestellt
    Alle Bildrechte: IfE GmbH, Fotograf: Thorsten Meierhofer (IfE)
    In „Erdgas-BHKW_1“ ist das Erdgas-BHKW als Herzstück der Anlage dargestellt (Motorhersteller: MTU Onsite Energy)
    Alle Bildrechte: IfE GmbH, Fotograf: Thorsten Meierhofer (IfE), Die Aufnahmen dürfen veröffentlicht werden.

Energieerzeugung - Strom, Wärme

  • LEW Verteilnetz GmbH, Augsburg, und Projektpartner >> hier klicken <<

    LINDA - Lokale Inselnetzversorgung und beschleunigter Netzwiederaufbau mit dezentralen Erzeugungsanlagen bei großflächigen Stromausfällen

    MDirig. Rudolf Escheu; Prof. Michael Finkel, Hochschule Augsburg; LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher; Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger; Bild Bayern Innovativ; Foto: S. Wawarta

    Projekt LINDA mit Bayerischem Energiepreis ausgezeichnet:
    LEW Verteilnetz und Partner haben Konzept zur Notstromversorgung mit dezentralen Erzeugungsanlagen entwickelt – Aufbau eines stabilen Inselnetzes mit erneuerbaren Energien
      

    Das Projekt LINDA (Lokale Inselnetzversorgung und beschleunigter Netzwiederaufbau mit dezentralen Erzeugungsanlagen bei großflächigen Stromausfällen) hat den Bayerischen Energiepreis 2018 in der Kategorie „Energieerzeugung – Strom, Wärme“ gewonnen. Das Konzept der LEW Verteilnetz GmbH (LVN) und ihrer Projektpartner aus Wirtschaft und Wissenschaft erschließt dezentrale Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien für die Notstromversorgung kritischer Infrastrukturen. Das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro spendet LVN zu gleichen Teilen an die Hochschule Augsburg und die Technische Universität München.

    „Das Projekt LINDA haben wir in enger und guter Zusammenarbeit mit der Hochschule Augsburg und der TU München konzipiert und umgesetzt“, sagt LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher. „Es ist beispielhaft für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Jeder hat seine Stärken eingebracht, um gemeinsam echten Mehrwert zu schaffen. Die Erkenntnisse aus dem Projekt bringen uns auf dem Weg in die Energiezukunft ein weiteres Stück voran.“

    Mit Erneuerbaren die Notstromversorgung sichern

    Hintergrund des Projekts: Ein langandauernder, großflächiger Stromausfall kann in unserer modernen Gesellschaft gravierende Folgen haben. Die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) und ihre Projektpartner aus Wirtschaft und Wissenschaft haben im Projekt LINDA bewiesen, dass dezentrale Erzeugungsanlagen, wie Photovoltaikanlagen, Wasserkraftwerke oder Biogasanlagen, zur Notstromversorgung im Blackout-Fall eingesetzt werden können. Dafür haben die Projektpartner ein Konzept entwickelt und in den bisher umfangreichsten Inselnetzversuchen in Deutschland erfolgreich in der Praxis getestet: In bis zu drei Kommunen waren bis zu 1.100 Haushalte, 185 Photovoltaikanlagen sowie zwei Wasserkraftwerke und eine Biogasanlage in ein autarkes Inselnetz eingebunden. „Während der Feldversuche war zu jeder Zeit ein stabiler Inselnetzbetrieb möglich“, so Dr. Georg Kerber, Projektleiter bei LVN. „Nun geht es darum, das LINDA-Konzept weiter zu entwickeln, um es in Notfallkonzepte sowie in Netzwiederaufbaupläne zu integrieren.

    Presseinformation_LEW_LINDA_2018

     

     

    Pressebild 1: Schematische Darstellung des LINDA-Konzepts
    Bildnachweis: LVN
    Pressebild 2: Das LINDA-Projektteam testete im abschließenden Feldversuch, ob das Konzept des Inselnetzbetriebs um zusätzliche Erzeugungskapazität erweiterbar ist und stabil betrieben werden kann.
    Bildnachweis: LVN / Michael Hochgemuth
    Pressebild 3: Das Wasserkraftwerk Feldheim übernahm während der Feldversuche die Führung im Inselnetz und gab die Frequenz für die dezentralen Erzeugungsanlagen vor.
    Bildnachweis: LVN / Timian Hopf
     

Energieverteilung und Speicherung - Strom, Wärme

  • Stadtwerk Haßfurt GmbH u. Greenpeace Energy eG, Hamburg >> hier klicken <<

    Power-to-Gas im Praxisbetrieb

    MDirig. Rudolf Escheu, Wirtschaftsministerium (rechts); Preisträger der Kategorie Energieverteilung und-Speicherung: Stadtwerk Haßfurt, Geschäftsführer Norbert Zösch (2. v. links), zusammen mit Greenpeace Energy, Vorstand Herr Nils Müller (2.v.r); Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger; Bild: Bayern Innovativ; Foto: S. Wawarta

    Blick in die Energiezukunft:
    Bayerischer Energiepreis für Power-to-Gas-Anlage in Haßfurt

    Haßfurt, 15.11.2018  –  Für den Praxiseinsatz der zukunftsweisenden Power-to-Gas-Technologie wurde die Windgas Haßfurt GmbH mit dem Bayerischen Energiepreis in der Kategorie „Energieverteilung und -speicherung“ ausgezeichnet. Damit werden die Erkenntnisse honoriert, die das Gemeinschaftsunternehmen der Städtische Betriebe Haßfurt GmbH und der Hamburger Ökoenergiegenossenschaft Greenpeace Energy für die Speicherung erneuerbarer Energien sammelt. „Wir freuen uns über diesen Preis“, sagt Nils Müller, Vorstand von Greenpeace Energy, „damit wird eine Technologie ausgezeichnet, die für eine erfolgreiche Energiewende unverzichtbar ist.“
    Schon seit Oktober 2016 wird in Haßfurt überschüssige Energie aus erneuerbaren Kraftwerken im städtischen Stromnetz von einem Elektrolyseur in umweltfreundlichen Wasserstoff umgewandelt. Dieses sogenannte „Windgas“ wird für proWindgas-Kunden von Greenpeace Energy ins Gasnetz eingespeist.
    Je mehr Strom im Zuge der Energiewende künftig aus Windkraft- und Solaranlagen stammt, desto größer werden die dabei entstehenden Stromüberschüsse sein. Diese lassen sich als Windgas in großen Mengen ins Gasnetz einspeisen, wo sie über lange Zeiträume gespeichert und bei Bedarf wieder verstromt werden können. So lassen sich bis zu drei Monate lange Phasen ohne Wind und Sonnenschein überbrücken. Die dafür nötige Speicherkapazität bietet nur die Windgas-Technologie, die das bestehende Gasnetz samt unterirdischer Lager nutzt. „Windgas macht die Energiewende auch bei 100 Prozent Erneuerbaren versorgungssicher“, betont Nils Müller.
    Der reaktionsschnelle 1,25-MW-Elektrolyseur der neuesten Generation von Siemens stabilisiert zugleich das Stromnetz, bei dem Erzeugung und Verbrauch immer im Gleichgewicht sein müssen. Dafür fährt er seine Leistung binnen Sekunden herauf oder herab, um Frequenzschwankungen im Netz zu kompensieren und so etwa Blackouts zu verhindern.

     

     

    Abb.1: Herzstück der Power-to-Gas-Anlage der PEM-Elektrolyseur mit 1,25 MWel Anschlussleistung, Bild: Stadtwerk Haßfurt
    Abb.2: Einspeisepunkt für das umweltfreundliche Gas die GDRM-Anlage, Bild: Stadtwerk Haßfurt

    Mit der „Windgas Haßfurt GmbH & Co. KG“ erproben der Kommunalversorger und der bundesweit aktive Ökoenergieanbieter zudem, wie hoch der Wasserstoffanteil im Gasnetz sein kann. Am Test nimmt eine nahe Mälzerei teil, die mit einem Teil des Gasgemischs in ihren BHKWs Strom und Wärme erzeugt. „Wir leisten hier in Haßfurt Pionierarbeit“, sagt Norbert Zösch, Geschäftsführer der Städtische Betriebe Haßfurt GmbH. „Ohne das Engagement der Kommunen wird die Energiewende kaum erfolgreich sein. Wir hoffen, unser Beispiel findet viele Nachahmer.“

    Pressekontakt
    Norbert Zösch                  
    Michael Friedrich
    Städtische Betriebe Haßfurt GmbH       
    Tel. 09521 - 94 94 333             
    norbert.zoesch(at)stwhas.de   

    Greenpeace Energy eG
    Michael Friedrich
    Tel. 040 - 808 110 655
    michael.friedrich(at)greenpeace-energy.de

            

    Die Abb. 1 und 2 dürfen für journalistische Zwecke verwendet werden.

Gebäude als Energiesystem / Gebäudekonzept

  • Joseph Stiftung Bamberg, Deppisch Architekten u. Ingenieurbüro M. Vogt, Freising >> hier klicken <<

    e% - Energieeffizienter Wohnungsbau in Ansbach

    Preisträger der Kategorie Gebäude als Energiesystem/Gebäudekonzept (v.l.n.r.):
    Architekturbüro: DEPPISCH A R C H I T E K T E N G M B H, Freising, Michael Deppisch
    Gebäudetechnik: Ingenieurbüro Martin Vogt
    Bauherr: Joseph-Stiftung, Bamberg, Reinhard Zingler
    ganz links: MDirig. Rudolf Escheu, Wirtschaftsministerium
    ganz rechts: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger
    Bild: Bayern Innovativ; Foto S. Wawarta

    Energieeffizienter und bezahlbarer Wohnraum in Ansbach

    Für ihre 2013 in Holzbauweise erbaute Mietwohnanlage in der Herbartstraße in Ansbach hat das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung aus Bamberg den bayerischen Energiepreis 2018 in der Kategorie „Gebäude“ erhalten. 
    Das mehrfach preisgekrönte Ensemble bietet hohe Energieeffizienz und Aufenthaltsqualität bei bezahlbaren Mieten.
    „Wir freuen uns sehr, dass unsere Wohnanlage in Ansbach den bayerischen Energiepreis 2018 erhalten hat. Diese Auszeichnung zeigt, dass hohe Energieeffizienz, tragbare Kosten und besondere Nutzungsqualitäten sich sehr gut vereinen lassen“, sagt technischer Vorstand Reinhard Zingler.
    Das Projekt entstand im Rahmen des Modellvorhabens „e% - Energieeffizienter Wohnungsbau“ der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr. Es sollten energieeffiziente, zeitgemäße und kostenoptimierte Lösungen mit hohem architektonischen und städtebaulichen Anspruch gefunden werden. Dies gelang der Joseph-Stiftung (Bauherr) in enger Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Deppisch und dem Ingenieurbüro Vogt (Versorgungstechnik), beide aus Freising. Die 37 Wohneinheiten der barrierefreien Wohnanlage werden einkommensorientiert gefördert. 



    Lageplan der Wohnanlage mit Vierseithof und den nach außen orientierten Wohnungen im Erdgeschoss. Bildquelle: Deppisch Architekten
    Grundrisstypen in den Obergeschossen und angedeuteter Innenhof dazwischen. Die Wohnungsgrundrisse orientieren sich jeweils zu 2 Fassadenseiten. Bildquelle: Deppisch Architekten
    Innenhof mit Gebäudeeingängen, Haustechnik und Abstellräumen (rechts) und Trockenraum (Mitte) Fotograf: Sebastian Schels, München
    Bildquelle: Deppisch Architekten
    Innenhof mit den beiden Wohnungsbaukörpern, mittig die Hofbegrenzung mit den Fahrrad- und Müllstellplätzen Fotograf: Sebastian Schels, München
    Bildquelle: Deppisch Architekten
    Außenansicht
    Fotograf: Sebastian Schels, München Bildquelle: Deppisch Architekten
    Natürlich belichtetes Treppenhaus Fotograf: Sebastian Schels, München Bildquelle: Deppisch Architekten

    Die Typologie des Vierseithofes bildet einen ruhigen, halböffentlichen Platz mit den Gebäudezugängen aus. Um diesen Innenhof orientieren sich Funktionen wie Haustechnik, Fahrrad- und Trockenräume. So konnte auf den Bau von Untergeschossen verzichtet und gleichzeitig die nachbarschaftliche Interaktion gefördert werden. 

    Die kompakten Baukörper wurden in einfacher Holzrahmenbauweise mit optimiertem Fensteranteil erstellt und erreichen damit in Erstellung und Betrieb sehr gute energetische Kennwerte. Die über Deckenkuppeln natürlich belichteten, innenliegenden Treppenräume sind unbeheizt und ermöglichen unterschiedliche Wohnungsgrundrisse, die sich jeweils zu zwei Seiten orientieren. 
    Leicht bedienbare Systeme wie Abluftanlage mit Überströmöffnungen in den Fenstern, Wärmeversorgung über die zentrale Pelletheizung und Fotovoltaik für den Allgemeinstrom zahlen als robuste und langlebige Elemente in die Nachhaltigkeit der Wohnanlage ein.

    Die Joseph-Stiftung wurde 1948 als kirchliches Wohnungsunternehmen durch den damaligen Bamberger Erzbischof gegründet. Sie ist christlichen Grundwerten verpflichtet. Stiftungszweck ist eine angemessene und sozial vertretbare Verbesserung der Wohnungsversorgung. Das Unternehmen verfolgt ein nachhaltiges Geschäftsmodell und ist in den Bereichen Bau- und Baubetreuung, Bauträger und der Immobilienverwaltung tätig. Der eigene Wohnungsbestand umfasst in der Metropolregion Nürnberg und den Ballungsräumen Regensburg und Dresden rund 5.500 Wohneinheiten.

    Kontakt
    Joseph-Stiftung
    Kirchliches Wohnungsunternehmen
    Hans-Birkmayr-Straße 65
    96050 Bamberg
    Telefon +49 951 9144-0
    Telefax +49 951 9144-555

    www.joseph-stiftung.de
    www.facebook.com/josephstiftung

    Thomas Heuchling
    Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    Telefon +49 951 9144-271
    Mobil   +49 170 64 70 545
    E-Mail thomas.heuchling(at)joseph-stiftung.de

    Zugehörige Bilder dürfen nur für journalistische Zwecke mit Fotovermerk verwendet werden.
    Bildrechte (Fotos und Zeichnungen): Deppisch Architekten, Freising

    Fotograf: Sebastian Schels, München

Kommunale Energiekonzepte

  • Landkreis Berchtesgadener Land, Bad Reichenhall >> hier klicken <<

    Energienutzungsplan Berchtesgadener Land

    Auszeichnung des Energiepreisträgers der Kategorie kommunale Energiekonzepte: Landkreis Berchtesgadener Land. V.l.n.r.: Ministerialdirigent Rudolf Escheu, Bayerisches Wirtschaftsministerium; Landrat Georg Grabner; Klimaschutzmanager Manuel Münch; Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger; Bild Bayern Innovativ, Foto: S. Wawarta

    Der Landkreis Berchtesgadener Land ist mit dem Bayerischen Energiepreis 2018 in der Kategorie „Kommunale Energiekonzepte“ für den Energienutzungsplan Berchtesgadener Land ausgezeichnet worden.

    Gemeinsam mit allen kreisangehörigen Kommunen setzt der Landkreis Berchtesgadener Land auf eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und arbeitet seit Jahren konsequent an der Umsetzung seiner ehrgeizigen Klimaschutzziele.

    Der Energienutzungsplan Berchtesgadener Land ist dabei das zentrale Instrument für die Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen und den Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung vor Ort. Wo kann Wärme eingespart werden und in welchen Gebieten lohnt sich ein Wärmenetz? Welche Dächer eignen sich für die Solarenergienutzung und an welchen Stand-orten gibt es Möglichkeiten zum Ausbau der Wasserkraft? Um Antworten auf diese Fragen zu finden erarbeitete der Landkreis gemeinsam mit allen Städten, Märkten und Gemeinden mit dem Energienutzungsplan ein innovatives Werkzeug, das mit seiner Detailschärfe durch das gebäudescharfe Energiemodell auch bayernweit neue Maßstäbe setzt.

    Bild 1: Alle 15 Kommunen im Berchtesgadener Land haben einen maßgeschneiderten Ener-gienutzungsplan. Bild: LRA BGL
    Bild 2: Landrat Georg Grabner (6 v.r.) und alle Bürgermeister im Landkreis Berchtesgadener Land setzen gemeinsam auf den Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung vor Ort. Hier bei der Abschlusskonferenz zum Energienutzungsplan mit den Staatsministerinnen Ilse Aig-ner, MdL (8 v.r.) und Michaela Kaniber, MdL (Mitte). Bild: LRA BGL
    Bild 3: Digital und gebäudescharf bietet der Energienutzungsplan wertvolle Informationen: Digitales 3D-Gebäudemodell (links oben), Wärmekataster und Wärmebelegungsdichte (rechts oben), Wärmedichtekarte (links unten) und dachflächenscharfe Solarpotenziale (rechts unten). Bild: LRA BGL

    „Wir ziehen hier alle gemeinsam an einen Strang“, sagt Landrat Georg Grabner in Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den Kommunen und verdeutlicht: „Ein Jahr nach Fertigstellung des Projektes sind bereits über 30 Projekte aus dem Energienutzungsplan mit einem Projektvolumen von insgesamt mehreren Millionen Euro in Planung oder Umsetzung.“

    Der Energienutzungsplan richtet sich nicht nur an Kommunen, sondern auch an private Hauseigentümer und Wirtschaftsbetriebe im Landkreis. „Mit den gebäudescharfen Informationen können wir alle, die eine energetische Sanierung planen oder erneuerbare Energien für das eigene Gebäude nutzen möchten, unterstützen“, hebt Klimaschutzmanager Manuel Münch hervor.

    Anbei 3 Pressebilder inkl. Bildunterschriften zur Veröffentlichung

     

    Projektansprechpartner:
    Manuel Münch, Klimaschutzmanager Landkreis Berchtesgadener Land
    Tel. 08651 / 773-577
    Mail: manuel.muench(at)lra-bgl.de
    www.klimaschutz-bgl.de

Initiativen / Bildungsprojekte

  • Hochbauamt der Stadt Nürnberg / Kommunales Energiemanagement u. Institut für Pädagogik und Schulpsychologie / Umweltstation Nürnberg >> hier klicken <<

    Das Energiesparprogramm KEiM (Keep Energy in Mind) an Nürnberger Schulen

    Die Stadt Nürnberg erhält den Bayerischen Energiepreis 2018 in der Kategorie Bildungsprojekte/Initiativen: MDirig. Rudolf Escheu, StMWi; Dr. Christian Büttner, Leiter Institut für Pädagogik und Schulpsychologie; Rainer Knaupp, Kommunales Energiemanagement, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger; Bild: Bayern Innovativ GmbH, Foto: S. Wawarta

    Seit über 18 Jahren findet an Nürnberger Schulen das Energiesparprogramm KEiM (Keep Energy in Mind) statt. Es hat sich zu einem festen Bestandteil der Klimaschutzaktivitäten der Stadt Nürnberg entwickelt. Nun wird es mit dem Bayerischen Energiepreis 2018 in der Kategorie „Initiativen/Bildungsprojekte“ ausgezeichnet. Dr. Christian Büttner vom Institut für Pädagogik und Schulpsychologie betont bei der Preisverleihung: „Die KEiM-Projekte der Nürnber-ger Schulen zeigen eindeutig, dass alle einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, von klein auf.“ „Und das kann sogar noch richtig viel Spaß machen“, ergänzt Rainer Knaupp vom Kommunalen Energiemanagement.

    Im 1999 initiierten KEiM-Programm arbeiten die Umweltstation Nürnberg, angegliedert am Institut für Pädagogik und Schulpsychologie, und das Kommunale Energiemanagement – Teil des Hochbauamts – eng zusammen. Durch die Beteiligung von gleich zwei städtischen Ein-richtungen erhält das Programm große Unterstützung in der Stadtverwaltung.

     

     


    Bild: Logo KEiM-Programm
    (Stadt Nürnberg/Umweltstation Nürnberg im Institut für Pädagogik und Schulpsychologie)
    Bild1_KEIM: Energie zum Anfassen: PV-Module machen anschaulich, wie aus Sonne Strom erzeugt wird. Bildquelle: Bayern Innovativ GmbH, K. Schiller
    Bild2_KEIM: Motivierte Nürnberger Energiesparschüler, Bildquelle: Bayern Innovativ GmbH, K. Schiller

    Ziel des Programms ist es, Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen für das Strom-, Heizenergie- und Wassersparen zu sensibilisieren. Ein wichtiger Bestandteil ist der alljährlich stattfindende Energiesparwettbewerb. Hierzu können alle Nürnberger Schulen ein Projekt einreichen. Diese Projekte reichen von Kalendern mit Energiespartipps über Theaterstücke oder Filmclips zum Thema bis hin zu ganzen „stromfreien“ Projekt-Tagen. Auch die Einführung von Energiesheriffs kann besonders viel bei Kindern bewirken und hat große Auswirkungen auf die Energieeinsparungen: Hierbei achten die Schülerinnen und Schüler unter anderem systematisch darauf, dass das Licht bei Nichtbedarf ausgeschaltet wird, dass nur stoß- und nicht kippgelüftet wird und keine Geräte im Stand-By-Modus sind. Gegen Ende eines Schuljahrs bewertet eine Jury alle eingereichten Projekte. Bis zu 2.500 Euro winken als Preisgeld.

    Die Energiesparprojekte werden an den Schulen von den KEiM-beauftragten Lehrkräften initiiert. Sie integrieren das Thema Energiesparen in den Unterricht und ins Schulleben und füllen mit ihren Schülerinnen und Schülern das Programm mit Leben und viel Power.

    Diese Anstrengungen der Nürnberger Schulen führen zu durchschnittlichen Einsparungen von rund 1.750 Tonnen CO2 pro Jahr – ein tolles Ergebnis für den Klimaschutz in der Stadt Nürnberg.

     

    Unternehmensporträt:

    Das Kommunale Energiemanagement ist im Hochbauamt der Stadt Nürnberg angesiedelt. Es ist zuständig für das Energiecontrolling aller städtischen Liegenschaften, führt Optimierungsmaßnahmen durch, begleitet die energetische und bauphysikalische Qualitätssicherung bei Neubauprojekten und Sanierungsmaßnahmen, unterstützt den Einbau von regenerativen Energien und hält z.B. Seminare zu aktuellen Themenstellungen im Energiebereich. Mit zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden alle Themenbereiche der technischen Gebäudeausrüstung und der Bauphysik interdisziplinär abgedeckt.

    Ansprechpartner: Rainer Knaupp, T. 0911/231-3677, Marientorgraben 11, 90402 Nürnberg.

    Die Umweltstation Nürnberg wird vom Institut für Pädagogik und Schulpsychologie in Kooperation mit dem Umweltreferat der Stadt Nürnberg getragen. Die Bildungsarbeit orientiert sich am Leitbild der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Zielgruppen sind hauptsächlich Schulklassen und Lehrkräfte. Hauptthemenfelder sind Energiesparen und Klimawandel, umweltfreundliche Ernährung, Biodiversität und Lebensstile. Dabei führen zwei Mitarbeiterinnen sowohl Projekte für Schulklassen, als auch Fortbildungen für Lehrkräfte durch.

    Ansprechpartnerin: Cordula Jeschor, T. 0911/231-9059, Fürther Straße 80a, 90429 Nürnberg.

    Fotos: Die Veröffentlichung für journalistische Zwecke zum Thema KEiM und Bayerischer Energiepreis 2018 ist honorarfrei erlaubt.


    Weitere Informationen zum KEiM-Programm finden sich unter www.keim.nuernberg.de.  

Initiativen und Bildungsprojekte

  • Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern >> hier klicken <<

    Qualifizierung von Auszubildenden zu Energie-Scouts

    v.l.n.r.: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger überreicht den Scheck und die Urkunde an die IHK für Münchgen uns Oberbayern: Björn Athmer
    und Dr. Norbert Ammann; MDirig. Rudolf Escheu,StMWi
    Bild: Bayern Innovativ; Foto S. Wawarta

    Wirtschaftsminister würdigt erfolgreiches Qualifizierungsprojekt für Auszubildende 

    München – Rund 250 Auszubildende haben seit 2014 als „Energie-Scouts“ in ihren oberbayerischen Lehrbetrieben den sparsameren Umgang mit Ressourcen befördert. Gestern hat die IHK für München und Oberbayern dafür in Nürnberg den Bayerischen Energiepreis in der Kategorie Bildungsprojekte erhalten.

    Im Projekt schult die IHK für München und Oberbayern Auszubildende zu „Energie-Scouts“, die systematisch Einsparmöglichkeiten im Betrieb suchen, durchrechnen, umsetzen und dokumentieren. Die Unternehmen sparen damit bares Geld. Außerdem lernen die Azubis ihren Betrieb besser kennen und sammeln wertvolle Erfahrungen in der Teamarbeit und im Projektmanagement. „Energie-Scouts“ haben bereits in knapp 100 oberbayerischen Unternehmen Projekte erfolgreich abgeschlossen. Zumeist geht es dabei um effizientere und sparsamere Beleuchtung, Heiz- und Druckluftsysteme, Pumpen oder Kältetechnik. Aber auch Mitarbeiterhandbücher zum Energiesparen o-der die Installation von Solarzellen gehören zu den Projektergebnissen. Die Bandbrei-te der teilnehmenden Unternehmen reicht von kleinen und mittleren Unternehmen bis zu großen Konzernen. Auch praktisch alle Branchen sind vertreten, vom Industriebe-trieb über den Einzelhändler bis zum Gasthof.

    Abbildung: Auf der Suche nach Druckluft-Leckagen. Bild: SIHK Hagen
    Abbildung: Bestenehrung der Energie-Scouts 2016 in Berlin. Bild: DIHK_Schicke

    Das Projekt „Energie-Scouts“ wurde innerhalb der bundesweiten Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz von den IHKs in Deutschland entwickelt und in der Pilotphase vom Bundeswirtschaftsministerium und Bundesumweltministerium geför-dert. Diese lief in Oberbayern so erfolgreich, dass seit 2016 die Betriebe selbst die Qualifizierungskurse der Azubis an der IHK-Akademie finanzieren. Mittlerweile bieten auch weitere bayerische IHKs Energie-Scout-Schulungen in ihrem Programm an.

    Informationen und Anmeldung unter:
    https://akademie.muenchen.ihk.de/auszubildende/energie-scout-energieeinsparpotenzial/
    Ansprechpartner:
    Björn Athmer
    IHK für München und Oberbayern
    Balanstraße 55-59
    81541 München
    Tel.: +49 (0)89 5116 – 1548
    E-Mail: bjoern.athmer(at)muenchen.ihk.de

Energieforschung

  • Dr.-Ing. Florian Samweber, Technische Universität München >> hier klicken <<

    Promotion mit dem Titel: Systematischer Vergleich Netzoptimierender Maßnahmen zur Integration elektrischer Wärmeerzeuger und Fahrzeuge in Niederspannungsnetze

    MDirig. Rudolf Escheu, StMWi, Preisträger der Kategorie "Energieforschung- Nachwuchswissenschaftler" Dr. Florian Samweber, Wirtschaftsminister Rudolf Aiwanger (v.l.n.r); Bild: Bayern Innovativ; Foto S. Wawarta

    Bayern hat im Bereich der innovativen Mobilität und Wärmebereitstellung schon seit vielen Jahrzehnten eine weltweit führende Rolle inne. Eine (lokale) Emissionsfreiheit steht aktuell im Zentrum der politischen Diskussion und ist Ziel internationaler Abkommen. Um auch in Zukunft eine Spitzenposition zu behalten, muss in Bayern die Stromnetz-Infrastruktur auf eine Elektrifizierung der Mobilität (Vergleiche Abbildung 2) wie auch der Raumheizung vorbereitet werden.


    Florian Samweber hat eine Methode entwickelt und angewendet welche es ermöglicht innovative Ansätze zur Netzoptimierung aus einer ganzheitlichen Perspektive zu vergleichen. Damit können frühzeitig mögliche Netzengpässe reduziert werden. Zentrale Motivation seiner Dissertation ist ein systematischer Vergleich Netzoptimierender Maßnahmen zur Integration elektrischer Wärmeerzeuger und Fahrzeuge in Niederspannungsnetze.


    Eine ganzheitliche Bewertung der Netzoptimierenden Maßnahmen erfordert ein hoch spezialisiertes Simulationsmodell mit einer individuellen Parametrierung aller zur Verfügung stehenden Netzoptimierenden Maßnahmen. Mit dem im Rahmen der Arbeit weiterentwickelten Simulationsmodell „GridSim“ ist es möglich, verschiedene Auswertungen zu einzelnen Bewertungsdimensionen durchzuführen.
    Durch den ständigen Austausch mit verschiedenen Verteilnetzbetreibern wird in der Arbeit eine hohe praktische Relevanz gewährleistet. Neben dem informellen Austausch kann insbesondere auch die Verwendung von realen Netzdaten genannt werden.

     

     

    Bild 1: Florian Samweber: Durch eine Elektrifizierung von privater Mobilität und Wärmeerzeugung können die gesamten Emissionen reduziert werden, Bild: F. Samweber
    Bild 2: Elektrofahrzeuge werden häufig in Kombination mit PV Anlagen angeschafft. Sie können eine Optimierung der Stromnetze bedingen. Bild: FfE e.V., Prof. Dr.-Ing. W. Mauch.
    Bild 3: Der Bayerische Energiepreisträger2018 in der Kategorie Energieforschung . Nachwuchsförderpreis 2018, Dr. Florian Samweber, Bild: F. Samweber

    Die Netzoptimierenden Maßnahmen „konventioneller Netzausbau“, „Längsregler“ und „regelbare Ortsnetztransformatoren“ schneiden bei der Analyse der technischen Bewertungsdimensionen in einer Vielzahl an Typnetzen am besten ab. Während netzorientierte Maßnahmen insbesondere zur Integration von Photovoltaikerzeugung in Energiesystem beitragen können, eignen sich diese aus technischer Sicht nur sehr begrenzt zur Reduktion des Netzausbaubedarfs, welcher sich durch eine zunehmende Elektrifizierung ergibt.


    Die Dissertation war in Ihrer finalen Form nur durch die Nutzung der Erkenntnisse aus dem von Herrn Samweber geleitete Projekt „MONA 2030“ (siehe dazu auch www.ffe.de/mona) möglich. Dieses wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und durch 16 Netzbetreiber, Energieversorger und einen Automobilhersteller finanziell wie auch inhaltlich unterstützt. Im Projekt MONA arbeitete eine große Anzahl an Wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten an der detaillierten Bewertung von Stromnetzen.

    Zur Person:
    Florian Samweber (Vergleiche Abbildung 3) studierte an der Technischen Universität München sowie der University of Edinburgh Elektro- und Informationstechnik mit Schwerpunkt Energietechnik/Energiewirtschaft. Seit 2011 war er an der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter beschäftigt. Hier leitete er zahlreiche Forschungsprojekte im regionalen, nationalen und europäischen Umfeld. Der inhaltliche Fokus seiner Tätigkeit an der FfE lag im Bereich der sektorübergreifenden strombasierten Energiewende. Schwerpunkte seines ganzheitlichen Forschungsansatzes liegen insbesondere auf regionalwirtschaftlichen Aspekten der Energiewende, dezentralen Energiespeichern, der Sektorkopplung, Elektromobilität, Elektrifizierung der Wärmebereitstellung, Smart Grids und der zunehmenden Digitalisierung des Energiesystems. Zu allen Bereichen hat Herr Samweber verschiedenste Veröffentlichungen verfasst.
    Seit September 2018 ist Herr Samweber als Leiter der Stabsstelle für Innovation der Stadtwerke Augsburg tätig.


    Die Bilder dürfen für Pressezwecke veröffentlicht werden.

    Die Dissertation des Energiepreisträgers Dr. Florian Samweber ist unter http://mediatum.ub.tum.de/603797?show_id=1379767 zu finden.

Alle Videos wurden von Stefanie Kretsch, Daniel Link, Erik Rottmann von der Hochschule Ansbach erstellt.

Hochauflösende Versionen der Pressebilder können einfach per Mausklick auf das Vorschaubild heruntergeladen werden. Bitte Bildnachweis angeben: Bayern Innovativ/S. Wawarta

Bildergalerie 2018

Die Gewinner des Energie Start-up Bayern 2018 freuen sich über Ihre Auszeichnung (mittig v.l.n.r.)
Turbonik, Dr. Johannes Grob (Platz 1);
ENER-IQ, Sven Rausch (Platz 3);
ChargeX, Tobias Wagner (Platz 2);
Gratulation der Partner des Energie Start-up Bayern 2018: Bayernwerk AG, Dr. Egon Westphal (ganz links) und Bayern Innovativ GmbH, Dr. Rainer Seßner (ganz rechts); Bild Bayern Innovativ; Foto S. Wawarta
Die Energiepreisträger 2018, die Gewinner und Partner des "Energie Start-up Bayern 2018" mit Minister Hubert Aiwanger (3. v. rechts), MDirig. Rudolf Escheu (2. v. rechts) und Dr. Rainer Seßner, Geschäftsfürher der Bayern Innovativ GmbH (ganz rechts); Bildquelle: Bayern Innovativ, Foto: S. Wawarta
Die Gewinner und Sponsoren des Energie Start-up Bayern 2018 mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (3. v. links) Bildquelle: Bayern Innovativ; Foto: S. Wawarta
Der Hauptpreis geht an die ÜZ Mainfranken. Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger übergibt die Urkunde und den Scheck über 15.000 Euro; Bildquelle: Bayern Innovativ, Foto: S. Wawarta
Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Bildquelle: Bayern Innovativ, Foto: S. Wawarta
Begrüßung durch Dr. Rainer Seßner, Geschäftsführer Bayern Innovativ GmbH; Bildquelle: Bayern Innovativ; Foto: S. Wawarta
Ministerialdirigent Rudolf Escheu, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Bildquelle: Bayern Innovativ, Foto: S. Wawarta
Über 300 Gäste kamen zur Energiepreisverleihung ins Germanische Nationalmuseum in Nürnberg. Bildquelle: Bayern Innovativ, Foto: S. Wawarta
Moderator Stephan Pacho führe unterhaltsam durch das Programm. Bildquelle: Bayern Innovativ; Foto: S. Wawarta
Bildquelle: Bayern Innovativ; Foto S. Wawarta
Dr. Rainer Seßner (links), Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH, mit dem bayerischen Energieminister Hubert Aiwanger (rechts). Die Bayern Innovativ übernimmt seit 1999 die Organisation des Bayerischen Energiepreises im Auftrag des Wirtschaftsministeriums: von der Bewerbungsphase bis zur festlichen Verleihung.
Band "les quattre baguettes"; Bildquelle: Bayern Innovativ; Foto: S. Wawarta