Bayern Innovativ

2006

Entwicklung des elektrischen Ventiltriebes EVT DYNALINE

Entwicklung des elektrischen Ventiltriebes EVT DYNALINE

Bayerischer Energiepreis 2006 - Hauptpreis

Compact Dynamics GmbH, Starnberg

Den Bayerischen Energiepreis 2006 erhielt die Compact Dynamics für die Entwicklung eines elektrischen Ventiltriebes, der die mechanische Nockenwelle in Motoren ersetzen könnte.

Kern des Konzepts der Compact Dynamics GmbH ist ein neu entwickelter elektrischer Linearmotor, der an die Stelle des herkömmlichen mechanischen Ventiltriebs tritt.

Die mit dem System erreichte Dynamik ist weltweit einmalig. Die so optimierten thermodynamischen Effekte im Brennraum versprechen Kraftstoffeinsparungen bis zu 15 % im Vergleich zum herkömmlichen Motor.

Die Technologie EVT DYNALINE ersetzt die Nockenwelle. Erstmalig wird jedes Ventil einzeln und individuell voll variabel hinsichtlich Hub und Geschwindigkeit steuerbar. Neben dem Linearmotor gehören ein Hochleistungsrechner und eine präzise Wegerfassung zum Gesamtsystem.

„Hier hat ein kleines Unternehmen ein völlig neuartiges System für den Motorenbau entwickelt, bei dem Elektronik, Mechanik und Software aus einer Hand kommen. Das ist eine tolle Leistung" betonte Staatsminister Huber bei der Preisverleihung. Selbst kleinste Verbesserungen seien bei Ottomotoren oft nur mit einem finanziellen und personellen Aufwand zu erreichen, der eigentlich nur großen Konzernen vorbehalten ist. Der Preis solle Ansporn geben, in einem nächsten Schritt die Umsetzbarkeit des Systems für eine Serienfertigung aufzuzeigen.

Ansprechpartner

Compact Dynamics
Moosstraße 9
82319 Starnberg
 
Maximilian Eck
Geschäftsführung Marketing / Projektkoordination
08151/9043-11
08151/9043-20

Homepage:
http://www.compact-dynamics.de

Flachheizkörper "Therm X2" - Energie sparen - Behaglichkeit gewinnen

Flachheizkörper "Therm X2" - Energie sparen - Behaglichkeit gewinnen

Bayerischer Energiepreis 2006 - Anerkennungspreis

Kermi GmbH, Plattling

Therm X2 verfügt über einen seriellen Durchlauf, der bei der vorderen Platte beginnt und bei der hintersten Platte endet.

Das neuartige Funktionsprinzip der seriellen Durchströmung ist so einfach wie wirkungsvoll. Im vorherrschenden Regelbetrieb wird nur die vordere Platte erwärmt, deren Leistung in dieser Betriebsart völlig ausreicht. Die Folge ist eine gegenüber der Standardtechnik deutlich höhere, mittlere Oberflächentemperatur mit einem bis zu 10 % höheren Anteil an behaglichkeitsfördernder Strahlungswärme.

Die hinteren, bzw. nachgeschalteten Platten bleiben kühler, fungieren im Regelbetrieb als Strahlungsschirm und steigern somit nochmals den energetischen Wirkungsgrad. Erst bei höherem Leistungsbedarf werden auch sie erwärmt und tragen mit hoher Konvektionsleistung zu einer effizienten und schnellen Raumaufheizung bei.

Die serielle Durchströmung verbessert nicht nur maßgeblich die thermische Behaglichkeit, sie trägt auch zu einer höheren Dynamik und beschleunigtem Aufheizverhalten des Heizkörpers bei. Dabei weist der Therm X2 gegenüber Standardheizkörper eine bessere Energieeffizienz auf. Je nach Heizsystem lassen sich Einsparungen von 5 - 6% erzielen. Mit dieser zeitgemäßen, anwendungsorientierten Entwicklung stellt Kermi eindrücklich unter Beweis, dass sich die scheinbaren Gegensätze höhere Behaglichkeit bei gleichzeitiger Energieeinsparung überbrücken lassen.

Flachheizkörper "Therm X2" - Energie sparen - Behaglichkeit gewinnen

Das neuartige Funktionsprinzip der seriellen Durchströmung ist so einfach wie wirkungsvoll. Im vorherrschenden Regelbetrieb wird nur die vordere Platte erwärmt, deren Leistung in dieser Betriebsart völlig ausreicht. Die Folge ist eine gegenüber der Standardtechnik deutlich höhere, mittlere Oberflächentemperatur mit einem bis zu 10 % höheren Anteil an behaglichkeitsfördernder Strahlungswärme.

Die hinteren bzw. nachgeschalteten Platten bleiben kühler, fungieren im Regelbetrieb als Strahlungsschirm und steigern somit nochmals den energetischen Wirkungsgrad. Erst bei höherem Leistungsbedarf werden auch sie erwärmt und tragen mit hoher Konvektionsleistung zu einer effizienten und schnellen Raumaufheizung bei.

Die serielle Durchströmung verbessert nicht nur maßgeblich die thermische Behaglichkeit, sie trägt auch zu einer höheren Dynamik und beschleunigtem Aufheizverhalten des Heizkörpers bei. Dabei weist der Therm X2 gegenüber Standardheizkörper eine bessere Energieeffizienz auf. Je nach Heizsystem lassen sich Einsparungen von 5 - 6% erzielen. Mit dieser zeitgemäßen, anwendungsorientierten Entwicklung stellt Kermi eindrücklich unter Beweis, dass sich die scheinbaren Gegensätze höhere Behaglichkeit bei gleichzeitiger Energieeinsparung überbrücken lassen.

Ansprechpartner

Kermi GmbH
Pankofen-Bahnhof 1
94447 Platting
 
Markus Fischer
Abteilung VMK
0 99 31/50 11 94

Homepage:
http://www.kermi.de

Umsetzung einer Kraft-Wärme-Kopplung mit Stirling-Micor-Blockheizkraftwerk

Umsetzung einer Kraft-Wärme-Kopplung mit Stirling-Micor-Blockheizkraftwerk

Bayerischer Energiepreis 2006 - Anerkennungspreis

WellVital-Hotel Erika, Bad Kissingen

Seit 2004 erzeugt das Hotel Wärme und Strom mit einem gasbetriebenen Stirlingmotor.

Im Well-Vital-Hotel Erika versorgt ein gasbetriebener Stirlingmotor das Hotel mit Wärme und Strom. Eine hochentwickelte Regelungstechnik sorgt zusammen mit einem Pufferspeicher für einen optimierten Betrieb der Anlage. Diese passt sich optimal an die Energieverbrauchs-Dynamik des Hotels an. Die Energieausnutzung hat sich im Vergleich zur alten Anlage um 20 % verbessert. Seit 2004 wurden 60.000 kWh Strom produziert, von dem 85 % selbst verbraucht wurden.

Ansprechpartner

WellVital-Hotel Erika
Familie Aulbach GbR
Prinzregentenstraße 23
97688 Bad Kissingen
 
Ralf Aulbach
09 71/ 7 10 40

Homepage:
http://www.hotel-erika.de

Modernisierungsberaterprogramm

Modernisierungsberaterprogramm: "LENA: Leitfaden zur energetischen Altbausanierung"

Bayerischer Energiepreis 2006 - Anerkennungspreis

FfE Forschungsstelle für Energiewirtschaft, München

Der Sanierungsbedarf von Wohngebäuden, mögliche Maßnahmen und deren Wirtschaftlichkeit können mit dem Programm ermittelt werden.

LENA ist ein Programm zur energetischen Gebäudesanierung. Zielgruppe sind Eigentümer und Nutzer von Wohngebäuden, die einen Heizenergie-Check am Gebäude durchführen oder sich über Sanierungsmöglichkeiten informieren möchten.

LENA Leitfaden zur energetischen Altbausanierung steht im Internet zur Verfügung - häufige Nutzer können das Programm auf CD erhalten (Bild: FfE)
Das Programm eignet sich gleichzeitig zu einer einfachen und kostengünstigen Initialberatung durch Energieberater.

Verschiedene Modernisierungsmaßnahmen können auf energetische und finanzielle Einsparpotenziale hin untersucht werden. Das Programm steht kostenfrei zur Verfügung. Die Bedienung ist einfach gehalten, technische Vorkenntnisse werden vom Nutzer nicht verlangt.

LENA ist in einzelne Schrittfolgen strukturiert:

  • Schritt 1: Einfacher Heizenergie-Check anhand der wichtigsten Gebäudedaten. Vergleich des Heizwärmeverbrauchs mit Durchschnitt und dem Gebäude im sanierten Zustand. Bewertung hinsichtlich des Sanierungsbedarfs.
  • Schritt 2: Eingabe detaillierter Angaben zum Gebäude. Bauteilspezifische Verluste vor und nach einer Sanierung.
  • Schritt 3: Einsparpotenzial, Wirtschaftlichkeit und CO2-Einsparung verschiedener, frei wählbarer Sanierungsmaßnahmen.

Mit LENA kann schrittweise geprüft werden, ob ein energetischer Sanierungsbedarf vorliegt. Durch einen Vergleich von Wirksamkeit, Kosten und Amortisationszeiten der möglichen Sanierungsmaßnahmen können die ökologisch und ökonomisch sinnvollsten Varianten ermittelt werden.
LENA wurde an der FfE - Forschungsstelle für Energiewirtschaft entwickelt. Es wurde durch öffentliche Fördermittel und von Partnern untersützt. Die FfE ist ein gemeinnütziger Verein mit Mitgliedern aus allen Energiebereichen, Industrie, Wissenschaft und Verwaltung sowie persönlicher Mitgliedern und besteht seit über 50 Jahren.

Ansprechpartner

FfE Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.
Am Blütenanger 71a
80995 München
 
Dipl.-Ing. Dietmar Kraus
0 89/15 81 21 23

Homepage:
http://www.ffe.de

Kommunales Energiemanagement: Energiecheck von 69 Liegenschaften

Kommunales Energiemanagement: Energiecheck von 69 Liegenschaften

Bayerischer Energiepreis 2006 - Anerkennungspreis

Stadt Freising und Intep Integrale Planung GmbH, München

Die ersten Untersuchungen an den Liegschaften zeigten Sofortmaßnahmen auf, durch die hohe Kosten eingespart wurden.

Kommunales Energiemanagement: Energiecheck von 69 Liegenschaften 

Im Jahr 1999 hat die Stadt Freising beschlossen, die CO2-Emissionen um 20 % zu senken und hierzu ein kommunales Energiemanagement einzuführen. Seitdem wurden für 69 ausgewählte Liegenschaften Daten erhoben, Kennzahlen gebildet und Maßnahmenpakete entwickelt. Zur Unterstützung schaltete das Hochbauamt die Intep GmbH ein. Schon die ersten Untersuchungen hatten Sofortmaßnahmen zur Folge, mit denen bereits jährliche Kosteneinsparungen von 50.000 Euro erreicht wurden.

Zielsetzung: Energie- und Kosteneinsparung, CO2-Reduzierung

Energiecheck: Grundlage für das kommunale Energiemanagement

  • Energetisches Benchmarking von 69 Liegenschaften
  • Bauphysikalische und anlagentechnische Zustandserfassung
  • Definition von Maßnahmenpaketen für eine Umsetzungsstrategie

Erfolge und Nutzen

  • Einführung des Kommunalen Energiemanagements
  • Umsetzung von Sofortmaßnahmen mit sofortiger Kosteneinsparung
  • Praktischer Umweltschutz mit Vorbildcharakter
  • Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz  

Ansprechpartner

Intep Integrale Planung GmbH
Innere Wiener Straße 11
81667 München
 
Thomas Rühle
0 89/ 45 99 49-0

Homepage:
http://www.intep.de

Pulmodomus® - Kompaktlüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung

"Pulmodomus® " - Kompaktlüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung

Bayerischer Energiepreis 2006 - Anerkennungspreis

Josef Bachmeier, Hohenpolding

Pulmodomus ist ein einfach einzubauendes Lüftungselement mit Wärmerückgewinnung, das in Neu- und Altbauten eingesetzt werden kann.

„Die Lunge des Hauses“ wurde gezielt entwickelt, um die bisherigen Akzeptanzhürden für Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung bei Altbausanierungen und bei Neubauten zu überwinden. Die Neuentwicklung kann 90 % des Lüftungswärmeverlustes einsparen, sorgt kontinuierlich für Frischluft und Raumhygiene und beugt Schimmelbildung vor. Allergiker werden vor Pollenstaub im Haus geschützt.

Die kompakte zylindrische Form des Pulmodomus® erlaubt es, das Gerät in eine Wandbohrung mit ca. 22 cm Durchmesser zu schieben – eine wärmebrückenfreie Einbausituation. Der integrierte Bypass verhindert die Vereisung des Wärmetauschers bei tiefen Außentemperaturen und gewährleistet bei jeder Außentemperatur optimale Funktion. Für den Pulmodomus® wurden vier Schutzrechte angemeldet. Lizenznehmer und Hersteller des Gerätes ist die R. Scheuchl GmbH.

Ziele der Entwicklung waren:

  • Einsparung von Primärenergie 
  • Wärmerückgewinnung im Winter
  • Frischluft ohne Mücken, Fliegen und Motten
  • Extremer Schallschutz
  • Amortisation in wenigen Jahren
  • Bedienungs- und Wartungsfreundlichkeit
  • Wandeinbau ohne Außengerüst
  • Reduzierung von Emissionen
  • Kühlerückgewinnung im Sommer
  • Lüftung ohne Ruß- und Pollenstaub
  • Vermeidung von Schimmelbildung
  • Lange Lebensdauer
  • rascher, problemloser Einbau
  • Schaffung von Arbeitsplätzen

Ansprechpartner

R. Scheuchl GmbH
Königbacherstraße 17
94496 Ortenburg
 
Udo Dinglreiter

Homepage:
http://www.scheuchl.de

Heatpipe-Reformer zur effizienten Nutzung von Biomasse

Heatpipe-Reformer zur effizienten Nutzung von Biomasse

Bayerischer Energiepreis 2006 - Anerkennungspreis

Dr. Jürgen Karl, Lehrstuhl für Energiesysteme, TU-München

Biomasse wird bei hohen Temperaturen in brennbare Gase umgesetzt - das neue Konzept liefert hochwertige, wasserstoffreiche Gase.

Eine der viel versprechenden Optionen, regenerative Energien stärker zu nutzen, ist die thermische Vergasung von Biomasse: Biomasse, beispielsweise Holzhackschnitzel oder landwirtschaftliche Reststoffe, wird bei hohen Temperaturen in brennbare Gase umgesetzt. Obwohl es sich bei diesem Verfahren um eine sehr alte Technologie handelt, konnte sich aufgrund der meist geringen Gasqualität bis heute keines der vorgeschlagenen Konzepte kommerziell durchsetzen.

Besonders hochwertige, wasserstoffreiche Gase liefert dagegen die so genannte “allotherme Vergasung". Durch ein an der TU München entstandenes Konzept lässt sich diese „allotherme Vergasung erstmals besonders einfach und effizient realisieren. Möglich wird dies durch die Verwendung von Wärmeleitrohren oder „Heatpipes“. Der aus dieser Idee entstandene Heatpipe Reformer wurde für die TU München patentiert, im Rahmen bayerischer und europäischer Forschungsvorhaben erfolgreich demonstriert und wird mittlerweile durch die BioAge GmbH, Freising vermarktet.

Durch die Heatpipe-Reformer-Technologie wird die Stromerzeugung beispielsweise aus Holzhackschnitzeln auch in Kleinanlagen wirtschaftlich: Während Schulen, Krankenhäuser und kleinere Gemeinden bisher wirtschaftlich meist nur mit Wärme aus Biomasse versorgt werden, kann für diese Standorte in Zukunft zusätzlich auch Strom regenerativ erzeugt werden.
Die Einsatzfelder dieser Technologie sind so vielfältig wie die Energietechnik an sich. Aus den brennbaren Gasen kann mit Gasmotoren, Gasturbinen und Brennstoffzellen Strom erzeugt werden. Das Gas eignet sich auch zur Herstellung von Wasserstoff aus Biomasse, oder um in Zukunft Erdgas oder Erdöl durch synthetisches Erdgas und synthetische Treibstoffe zu ersetzen.

Heatpipe-Reformer zur effizienten energetischen Nutzung von Biomasse

Eine der viel versprechenden Optionen, regenerative Energien stärker zu nutzen, ist die thermische Vergasung von Biomasse: Biomasse, beispielsweise Holzhackschnitzel oder landwirtschaftliche Reststoffe, wird bei hohen Temperaturen in brennbare Gase umgesetzt. Obwohl es sich bei diesem Verfahren um eine sehr alte Technologie handelt, konnte sich aufgrund der meist geringen Gasqualität bis heute keines der vorgeschlagenen Konzepte kommerziell durchsetzen. Besonders hochwertige, wasserstoffreiche Gase liefert dagegen die so genannte “allotherme Vergasung". Durch ein an der TU München entstandenes Konzept lässt sich diese allotherme Vergasung erstmals besonders einfach und effizient realisieren. Möglich wird dies durch die Verwendung von Wärmeleitrohren oder „Heatpipes“. Der aus dieser Idee entstandene Heatpipe Reformer wurde für die TU München patentiert, im Rahmen bayerischer und europäischer Forschungsvorhaben erfolgreich demonstriert und wird mittlerweile durch die BioAge GmbH, Freising vermarktet.

Durch die Heatpipe-Reformer-Technologie wird die Stromerzeugung beispielsweise aus Holzhackschnitzeln auch in Kleinanlagen wirtschaftlich: Während Schulen, Krankenhäuser und kleinere Gemeinden bisher wirtschaftlich meist nur mit Wärme aus Biomasse versorgt werden, kann für diese Standorte in Zukunft zusätzlich auch Strom regenerativ erzeugt werden. Die Einsatzfelder dieser Technologie sind so vielfältig wie die Energietechnik an sich. Aus den brennbaren Gasen kann mit Gasmotoren, Gasturbinen und Brennstoffzellen Strom erzeugt werden. Das Gas eignet sich auch zur Herstellung von Wasserstoff aus Biomasse, oder um in Zukunft Erdgas oder Erdöl durch synthetisches Erdgas und synthetische Treibstoffe zu ersetzen.

Ansprechpartner

Technische Universität München
Fakultät für Maschinenwesen
Lehrstuhl für Energiesysteme
Boltzmannstraße 15
85747 Garching

Homepage:
http://www.ltk.mw.tum.de

Konzept zur Wirkungsgraderhöhung bei Kleinwasserkraftwerken mit Francisturbine

Konzept zur Wirkungsgraderhöhung bei Kleinwasserkraftwerken mit Francisturbine

Bayerischer Energiepreis 2006 - Anerkennungspreis

ETGW Warmisried GmbH, Unteregg-Warmisried

Eine neue Generatorentechnik ermöglicht eine Leistungssteigerung von Francisturbinen bei Kleinstwasserkraftanlagen.

Renditeerhöhung um bis zu 15 % bei Kleinstwasserkraftanlagen – rentable Nachrüstung ohne bauliche Veränderungen

Bundesweit sind ca. 2.000 Kleinstwasserkraftwerke mit Francisturbinen im Einsatz - der Jahresertrag liegt bei ca. 200.000.000 kWh.  Eine neue Generatorentechnik kann diesen um bis zu 30.000.000 kWh erhöhen. 

In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Kempten entwickelte die Firma ETGW Warmisried GmbH eine neue Generatorentechnik. Diese ermöglicht eine Leistungssteigerung von bis zu 15%.  Eine speziell entwickelte Regelung betreibt Turbine und Generator im Leistungsoptimum (MPP). Erfreulicher Nebeneffekt – die Anlage arbeitet zudem sehr leise.

Üblicherweise sind Francisturbinen über ein Getriebe und einen Asynchrongenerator fest an das Netz gekoppelt. Durch das Getriebe ist die Drehzahl der Turbine an die Netzfrequenz gebunden. Die Folge: der Wirkungsgrad der Turbine ist nicht immer ideal. Eine Veränderung des Durchflusses kann nur mit Veränderung des Leitapparates erzielt werden. Das neue Konzept ermöglicht eine Regelung der optimalen Turbinendrehzahl und somit den Betrieb im optimalen Wirkungsbereich - ohne aufwendige Umbau- und wasserbauliche Maßnahmen. Die Rentabilität der Anlage wird erhöht. Ein direkt angetriebener Synchrongenerator, der über einen Wechselrichter an das Netz gekoppelt ist, ersetzt Getriebe und Asynchrongenerator. Kraftwerke mit mehreren Francisturbinen können schrittweise umgebaut werden – ohne Ausfallzeiten.

Ansprechpartner

ETWG Warmisried GmbH
Salzstraße 22
87782 Unteregg-Warmisried
 
Manfred Guggenmos
08269-9606878
08269-9606879

Homepage:
http://www.etgw-warmisried.de

Fernkälte aus Grundwasserüberleitungen für das BMW Group Forschungs- und Innovationszentrum

Fernkälte aus Grundwasserüberleitungen für das BMW Group Forschungs- und Innovationszentrum

Bayerischer Energiepreis 2006 - Anerkennungspreis

Stadtwerke München Infrastruktur GmbH und BMW AG, München

Die Klimatisierung der Räume erfolgt über Wasser aus den Dükern der Münchner U-Bahn Linie U2.

Die Fernkälte nutzt oberflächennahes Grundwasser aus so genannten U-Bahn-Dükern und klimatisiert Gebäudeteile des Forschungs- und Innovationszentrums (FIZ) der BMW Group in München.

Seit April 2004 wird das Grundwasser über eine rund viereinhalb Kilometer lange Leitung zum BMW Group Forschungs- und Innovationszentrum im Münchner Norden transportiert. Dieses Wasser wird aus U-Bahn-Dükern der Linie U2 Feldmoching entnommen. Als Düker wird ein unterirdisch angelegtes Rohrsystem bezeichnet, das als künstlicher Wasserleiter den Wasserfluss quer zur U-Bahn-Trasse sicherstellt.

Durch die Nutzung der „Tiefenkälte“ kann überwiegend auf den Einsatz von Kältemaschinen und damit auf einen äquivalenten Stromverbrauch von rund 8.000.000 KWh pro Jahr verzichtet werden. Der jährliche Ausstoß von CO2 Emissionen reduziert sich um etwa 5.000 Tonnen. Die Stadtwerke München und die BMW Group unterstreichen mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle für nachhaltiges Energiemanagement, denn der Bezug von Kälte für Gebäude ist in dieser Form und Größenordnung einzigartig.

Ansprechpartner

Stadtwerke München GmbH
Emmy-Noether-Straße 2
80287 München
 
Stephan Schwarz
0 89/23 61 20 00

Homepage:
http://www.swm.de

Ultra-Niedrigenergie- Wohn- und Geschäftshaus in München

Ultra-Niedrigenergie- Wohn- und Geschäftshaus in München

Bayerischer Energiepreis 2006 - Anerkennungspreis

Martin Pool Architekten und Absenger & Kögl Ingenieure GmbH, München

Das Gebäude wurde vollständig mit Vakuum-Isolations-Paneelen gedämmt. Die Kühlung erfolgt über Brunnenwasser, ein BHKW erzeugt Wärme und Strom.

Ultra-Niedrigenergie Wohn- und Geschäftshaus in München unter Verwendung von Vakuumisolationspaneelen

Mit dem Wohn- und Geschäftshaus in der Seitzstraße 23, München-Lehel wurde gezeigt wie durch ein ganzheitliches Konzept ein Gebäude in innerstädtischer Lage beinahe Passivhausstandard erreichen kann ohne dabei Einbußen in der Flächenausnutzung tolerieren zu müssen. Das Gebäude ist in zweierlei Hinsicht besonders innovativ: Es ist das erste größere Gebäude, das vollständig mit Vakuumisolationspaneelen (VIPs) isoliert wurde, hierdurch wurde die Nutzfläche des Gebäudes gegenüber konventioneller Dämmung erhöht und eine neue Anwendung für den Bau entwickelt. Es handelt sich außerdem um die erste Anwendung von VIPs bei einem Objekt des freien Marktes und nicht um eine Testfassade im Rahmen eines Forschungsprojektes. Es ist das erste Gebäude in der Münchener Innenstadt, das trotz verschatteter Lage, verdichteter Bauweise und als freistehender Baukörper den Ultraniedrigenergiestandard (Heizwärmebedarf 20 kWh/m²a) erreicht.

Mit Vakuumisolation werden Energiegewinn und Wirtschaftlichkeit gepaart. Die VIP-Paneele haben eine etwa 8- bis 10-fach höhere Isolationswirkung als vergleichbare konventionelle Dämmstoffe. Dadurch können extrem hohe Dämmwerte mit schlanken und raumsparenden Fassaden gekoppelt werden. Das lässt sich anhand des Beispiels Seitzstraße deutlich zeigen. In der teueren Münchner Innenstadt ist ein Baufenster sowohl in der Breite wie auch in der Höhe festgelegt. Mit herkömmlicher Dämmung wäre eine Dämmschichtdicke von 25 cm erforderlich gewesen, um einen ähnlichen Dämmwert zu erreichen. Damit wäre auf  4 m Fassadenlänge eine Nutzfläche von 1 m² verloren gegangen. Mit ca. 500 laufenden Metern Fassade bedeutet das einen Gesamtnutzflächenverlust von 125 m² Grundfläche, die Nutzfläche eines halben Geschosses oder 10% der Gesamtnutzfläche.

Durch den Einsatz der VIPs mit einer Dämmstärke von nur 2 cm und einer zu deren Schutz verstärkten Putzträgerplatte von 8 cm war es möglich, mit einem Gesamtaufbau von 12 cm über die Hälfte der Fläche wiederzugewinnen. Außerdem werden die Fenster nicht durch tiefe Laibungen verschattet. Das Planungsteam Martin Pool Architekten, München (Planung) und Absenger & Kögl Ingenieure, München (Ausschreibung, Bauleitung) hat die Niedrigenergie- und umweltgerechte Bauweise zur Spezialität gemacht. Das Projekt in der Seitzstraße wurde mit dem Bauphysikpreis 2005 ausgezeichnet. Ein weiteres Objekt, der „Umweltbahnhof“ in Bullay, zeigte als Modellprojekt des Landes Rheinland-Pfalz wie Bahnhöfe im ländlichen Raum auf ökologischer Weise zu neuen Zentren im Verkehrsverbund umgebaut werden können. Dieses Projekt erhielt bei den BDA Architekturpreisen 2000 eine Annerkennung.

Ansprechpartner

IB Absenger + Kögl GmbH
Ackerstraße 18
81541 München
 
Gerd Absenger
089-44831-10

Flammenlose Porenbrenner

Flammenlose Porenbrenner

Bayerischer Energiepreis 2006 - Anerkennungspreis

Promeos GmbH, Erlangen

Promeos-Brenner können in jeder Form gefertigt werden, die Verbrennung ist sehr gut regelbar. Erhebliche Energieeinsparungen werden so ermöglicht.

Die Entwicklung des Porenbrenners stellt einen Quantensprung in der Verbrennungstechnologie dar. Die Stabilisierung der Verbrennungs-Reaktionen in einem porösen, glühenden Schaum lässt die bisherige Vorstellung von Brennern mit riesigen, flackernden Flammen der Vergangenheit angehören. Der Gasporenbrenner liefert eine homogene Gas-Luft-Verbrennung ohne eine offene, sichtbare Flamme. Die Verbrennung läuft stattdessen in einem porösen Keramikschaum ab, dem Verbrennungsreaktor. Der glühende Keramikschaum kann sowohl als strahlende Oberfläche als auch als homogene Hitze- bzw. Abgasquelle betrachtet werden. 

Durch seine hohe Flächenleistungsdichte (bis zu 3 MW/m2) bei einer Reaktortiefe von nur 15 mm kann der Porenbrenner als sehr kompakte Einheit eingesetzt werden – ein Brennraum im herkömmlichen Sinne entfällt gänzlich. Die stufenlose Modulierbarkeit der Brennerleistung im Verhältnis 20:1 erlaubt es, die jeweils im Prozess benötigte Wärmemenge fein dosiert und gezielt zur Verfügung zu stellen – ungewolltes Brennertakten kann somit vermieden werden, was u.a. Brennstoffverbrauch und Startemissionen deutlich reduziert. Die variable Bauform des Porenbrenners als runde, flächige oder linienförmige Wärmequelle bietet zudem völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten der Brenneroberfläche und damit der Wärmeübertragungsprozesse. Neben einer Reduzierung des Gasverbrauchs führt die gleichmäßige Temperaturverteilung sowohl über die gesamte Porenoberfläche als auch über den Prozessraum bei Industrieprozessen zu einer besseren Kontrollierbarkeit und Skalierbarkeit der Thermoanlagen und damit zu deutlich verbesserter Prozessqualität.

Die Anwendungen des Gasporenbrenners liegen in allen industriellen Prozessen, wo Wärme benötigt wird. So gibt es Anwendungen in der Papier-, in verschiedenen Bereichen der Stahl-, Glas- und Keramikindustrie sowie bei Trocknungsprozessen. Weitere Anwendungen liegen in der Erzeugung von Wärme für Kraftwärmekopplungsmaschinen, bei der Rest- oder Deponiegasverwertung oder in der Verbrennung niederkalorischer Gase wie z.B. in der Reinigung lösemittelhaltiger Abluft. promeos entwickelt und produziert Porenbrenner für gasförmige und flüssige Brennstoffe. Das 2003 gegründete Unternehmen aus Erlangen, dessen Geschäftsführer Dr. Jochen Volkert mit dem Gründerpreis 2004 ausgezeichnet wurde, ist aus dem Lehrstuhl für Strömungsmechanik (LSTM) der Universität Erlangen-Nürnberg entstanden und beschäftigt derzeit ca. 20 Mitarbeiter. 

Die Entwicklung des Porenbrenners stellt einen Quantensprung in der Verbrennungstechnologie dar. Die Stabilisierung der Verbrennungs-Reaktionen in einem porösen, glühenden Schaum lässt die bisherige Vorstellung von Brennern mit riesigen, flackernden Flammen der Vergangenheit angehören.  
Der Gasporenbrenner liefert eine homogene Gas-Luft-Verbrennung ohne eine offene, sichtbare Flamme. Die Verbrennung läuft stattdessen in einem porösen Keramikschaum ab, dem Verbrennungsreaktor. Der glühende Keramikschaum kann sowohl als strahlende Oberfläche als auch als homogene Hitze- bzw. Abgasquelle betrachtet werden.

Durch seine hohe Flächenleistungsdichte (bis zu 3 MW/m2) bei einer Reaktortiefe von nur 15 mm kann der Porenbrenner als sehr kompakte Einheit eingesetzt werden – ein Brennraum im herkömmlichen Sinne entfällt gänzlich.

Die stufenlose Modulierbarkeit der Brennerleistung im Verhältnis 20:1 erlaubt es, die jeweils im Prozess benötigte Wärmemenge fein dosiert und gezielt zur Verfügung zu stellen – ungewolltes Brennertakten kann somit vermieden werden, was u.a. Brennstoffverbrauch und Startemissionen deutlich reduziert. Die variable Bauform des Porenbrenners als runde, flächige oder linienförmige Wärmequelle bietet zudem völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten der Brenneroberfläche und damit der Wärmeübertragungsprozesse. Neben einer Reduzierung des Gasverbrauchs führt die gleichmäßige Temperaturverteilung sowohl über die gesamte Porenoberfläche als auch über den Prozessraum bei Industrieprozessen zu einer besseren Kontrollierbarkeit und Skalierbarkeit der Thermoanlagen und damit zu deutlich verbesserter Prozessqualität.

Die Anwendungen des Gasporenbrenners liegen in allen industriellen Prozessen, wo Wärme benötigt wird. So gibt es Anwendungen in der Papier-, in verschiedenen Bereichen der Stahl-, Glas- und Keramikindustrie sowie bei Trocknungsprozessen. Weitere Anwendungen liegen in der Erzeugung von Wärme für Kraftwärmekopplungsmaschinen, bei der Rest- oder Deponiegasverwertung oder in der Verbrennung niederkalorischer Gase wie z.B. in der Reinigung lösemittelhaltiger Abluft. promeos entwickelt und produziert Porenbrenner für gasförmige und flüssige Brennstoffe. Das 2003 gegründete Unternehmen aus Erlangen ist aus dem Lehrstuhl für Strömungsmechanik (LSTM) der Universität Erlangen-Nürnberg entstanden und beschäftigt derzeit ca. 20 Mitarbeiter.

Ansprechpartner

promeos GmbH
Am Weichselgarten 21
91058 Erlangen
 
Dr. Jochen Volkert
0 91 31/53 67 10

Homepage:
http://www.promeos.com